2. Preis

Wettbewerb Erweiterung der Jörg-Syrlin-Grundschule und Astrid-Lindgren-Schule mit Kindergarten, Ulm

Maßvoll umsortiert, kompakt ergänzt

Frei gewordene Räume im Bestand belegen wir neu und sortieren sinnvoll funktionale Zusammenhänge.
Den ergänzenden Neubau positionieren wir an zentraler Stelle – an der Geländekante entlang dem Märchenweg - die Mensa mit allen Nebenräumen auf einer Ebene, den neuen Verwaltungsbereich der Jörg-Syrlin-Schule darunter, alle Räume zum neu gestärkten Schulhof orientiert, die Anlieferung auf der Rückseite.
Die bislang vielen Eingänge bündeln wir zu einem neuen Haupteingang an der Schnittstelle Bestand / Neubau, an der Schnittstelle Astrid-Lindgren-Schule / Jörg-Syrlin-Schule, an der großzügig geschwungenen Bestandstreppe an zentralster Stelle, eben auch nah an der neuen Verwaltung und nicht zuletzt unmittelbar am Mensabereich.
Den Mensabereich überhöhen wir Richtung Norden, Richtung Schulhof. Zum einen schaffen wir damit eine großzügiges Raumvolumen und eine zusätzliche Südbelichtung im Inneren, zum anderen verorten wir das Neubauvolumen städtebaulich wahrnehmbar am bestehenden, mittleren Langhaus.

Den Neubau wollen wir klimaneutral mit hohem Vorfertigungsgrad ausführen, massive Hohlwände im Hanggeschoss, Decke und Mensageschoss als Holzkonstruktion darüber. Durch den abgerückten Baukörper mit nur wenigen konstruktiven Berührungspunkten zum Bestand und dem hohen Vorfertigungsgrad gelingt eine schnelle Bauzeit, vor allem aber nur wenige Störungen des laufenden Schulbetriebs. Die Fassade entwickeln wird konsequent aus Holz, ein rhythmisches Holzlamellenkleid sorgt für den wünschenswerten Kontrast zu den verputzten Bestandsbauten.
Der Freibereich folgt der konzeptionellen Klarheit und Einfachheit, mit einer offenen Pergola und dem Erhalt der prägenden Bestandsbäume schaffen wir ein neues Schulentree mit vielfältigen Spiel- und Aufenthaltsqualitäten.

Ein optionales Angebot machen wir am Ende der Pergola. Hier könnte ohne Weiteres und ohne aufwendigen Eingriff in die Bausubstanz ein Aufzug das Untergeschoss mit dem Erdgeschoss verbinden. Durch eine die 7 Bestandsstufen ersetzende Rampe im rückwärtigen Freibereich am Eingang des Untergeschosses könnte damit eine barrierefreie Erschließung aus Richtung Bushalt erreicht werden, u.e. ein unerlässlicher Mehrwert für die Zukunft.

2. Preis

Auslober:

Stadt Ulm

Wettbewerbsart:

nichtoffener Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem, europaweit offenem (EWR) Bewerbungsverfahren

Jahr:

2019

Team:

Peter Fink
Claudia Habrik
Philipp Fink

Objektadresse: