Haus Silberbaur, Bellenberg

Ein geplanter Anbau an das bestehende Wohnhaus aus den 70er Jahren war Ausgangspunkt der nunmehr erfolgten Veränderung. Die wachsende Lust auf Neues führte zur Alternativüberlegung Neubau verbunden mit einer mehrmonatigen Grundstückssuche, beendet durch die Idee das 1.120 m² große Eigene zu teilen.

Ein Architektenwettbewerb führte die Bauherrn zu der nun realisierten Lösung. Ein schmaler Seitenstich in einer schwer auffindbaren Sackgasse führt zum vollkommen versteckt liegenden Grundstücksteil. Das Ankommen, das Sichzeigen war demnach ein wichtiger Gesichtspunkt des Entwurfs. Eine Stahlbetonmauer mit einladender Geste am Zugang ist der einzige Hinweis auf die Neubebauung. Entlang dieser kommt der Besucher zum Hauseingang, der durch die Doppelgarage und den Grundrisseinschnitt im Erdgeschoss wind- und wettergeschützt positioniert ist, die anthrazitfarbene Alufassadenverkleidung integriert Haustür und Garagentor flächenbündig.

Das Besonnungsdefizit des Altbaus führt zu einer vollkommen südorientierten Grundstücksstruktur, alle Aufenthaltsräume sind zum besonnten Hof gerichtet, im Erdgeschoss ein großer, raumhoch verglast, im Obergeschoss vier mit Brüstung.

Bad, WC, Ankleide im Norden, die Treppe dazwischen, Licht und Ausguck sind uns auch im Flur sehr wichtig, so dass die beiden Enden vollverglast die Raumgrenzen verwischen. Der steinerne Hof in der Fläche und als Begrenzungswand entlang dem Grundstücksverlauf folgt in seinem Ausdruck reduziert den Überlegungen des Gebäudes.

Bauherr:

Ingeborg und Manfred Silberbaur

Wohnfläche:

145 m²

Nutzfläche:

65 m²

Umbauter Raum:

1.019 m³

Grundstück:

646 m²

Tragwerk:

IB Mahler, Weißenhorn

HLS:

IB Bohnacker, Schelklingen

Freianlagen:

Mühlich, Fink & Partner, Ulm

Fertigstellung:

2004

Fotos:

Martin Duckek, Ulm

Team:

Peter Fink
Günter Perl
Birgit Kroner

Objektadresse:

Fährweg 5 a
89287 Bellenberg